Dezember 2015: Zugbegleitung für Flüchtlinge

Vier Einsatzkräfte der BRK Bereitschaft Seefeld machten sich am vergangenen Wochenende gemeinsam mit einem Kameraden der Bereitschaft Tutzing auf den Weg in den Süden Bayerns, um von dort einen Zug mit Flüchtlingen in ein anderes Bundesland zu begleiten. Ihre Aufgabe war es dabei, an Bord des Zuges die medizinische Versorgung der Menschen sicherzustellen und im Notfall Hilfe zu leisten.

Ausgerüstet mit einem Notfallrucksack, einem Kindernotfallkoffer sowie einem Frühdefibrillator machten sich die fünf Helfer der Bereitschaften in voller Einsatzkleidung auf den Weg, um am Startbahnhof des Zuges die Flüchtlinge von der Bundespolizei übergeben zu bekommen. Verantwortlich waren sie ab diesem Zeitpunkt gemeinsam mit zwei Zugbegleitern sowie zwei Sicherheitskräften der Deutschen Bahn für insgesamt 300 Flüchtlinge, darunter allein knapp 30 Babys. Zweimal versorgten die Helfer während der nächtlichen Fahrt ein Baby und beruhigten die besorgten Eltern – aufgrund fehlender Sprachkenntnisse vor allem mit Händen und Füßen.

Auf mehreren Rundgängen versicherten sich die Einsatzkräfte während der Nacht immer wieder, dass alle ihre Passagiere wohlauf waren. Sichtlich erschöpft kamen sie am nächsten Morgen nach einer durchwachten Nacht am Zielbahnhof an, wo sie bereits von weiteren Einsatzkräften des Roten Kreuzes sowie Soldaten der Bundeswehr in Empfang genommen wurden.

„Sie haben das wirklich toll gemacht!“, lobt die Seefelder Bereitschaftsleiterin Melanie Barth. „Der Einsatz hat insgesamt 23 Stunden gedauert, was richtig anstrengend ist. Beruhigt war ich vor allem dann, als alle fünf wieder heil nach Hause gekommen sind.“

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