Dezember 2016: Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr

Einsatzkräfte der Bereitschaft Seefeld beim Traumatraining: Im Ernstfall sind zügiges und sicheres Handeln gefragt.
Einsatzkräfte der Bereitschaft Seefeld beim Traumatraining: Im Ernstfall sind zügiges und sicheres Handeln gefragt.

Sanitätsdienst, Betreuungsdienst, Helfer vor Ort (HvO) und Jugendarbeit – die Bereitschaft Seefeld vereint verschiedene Aufgabenbereiche unter einem Dach und leistet damit einen starken Beitrag zum Leben in den Gemeinden Seefeld, Andechs und Wörthsee. Aber auch über die Landkreisgrenzen hinaus sind die Einsatzkräfte ehrenamtlich aktiv: Im Jahr 2016 sicherten die ehrenamtlichen Sanitäterinnen und Sanitäter unter anderem den Faschingsball in Herrsching und den Tag der offenen Tür bei der Deutschen Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen ab. Außerdem  halfen sie beim Blutspenden mit und beteiligten sich am Sanitätsdienst auf dem Oktoberfest.

Auch die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen kam 2016 nicht zu knapp: In mehreren Übungen mit den umliegenden Feuerwehren bildeten sich die Helferinnen und Helfer kontinuierlich praktisch fort. Bei Übungen, unter anderem in Landsberg und Gauting, wurden Großschadensereignisse und der Umgang mit diesen geprobt. Wenig später trat ein Ernstfall ein, mit dem die Seefelder Helferinnen und  Helfer nicht gerechnet hatten: der Amoklauf von München. Auch hier beteiligten sich die Seefelder mit mehreren Einsatzkräften, die im Sinn der Menschlichkeit in den Einsatz gingen.

Daneben engagierten sich die Einsatzkräfte dieses Jahr auch wieder viele Stunden im Betreuungsdienst und sorgten hier beispielsweise für die Verpflegung der Feuerwehren, die über mehrere Stunden einen Hausbrand löschen mussten und kümmerten sich um die Verpflegung der Helferinnen und Helfer beim Starnberger Landkreislauf. Melanie Barth, die Leiterin der Bereitschaft Seefeld, wurde zudem dieses Jahr zur ersten weiblichen Zugführerin des Landkreises Starnberg ernannt. Sie ist die erste Frau, die es auf diese Position in der bisher rein männlichen Führung geschafft hat.

Insgesamt verbrachten die Einsatzkräfte der Bereitschaft Seefeld in diesem Jahr 1.269 Stunden mit Absicherungen, Einsätzen und Übungen. Weitere 585 Stunden investierten sie in ihre Bereitschaftsabende und Ausbildungen, sowie 273 Stunden in Arbeitsdienste und das Checken und Scheuern der Einsatzfahrzeuge sowie 365 Stunden in die allgemeine Verwaltungsarbeit.

Der Helfer vor Ort (HvO) hatte dieses Jahr 233 Einsätze zu verzeichnen, wobei sich diese insbesondere auf die Wochenenden und Schönwettertage konzentrierten. Damit wurde wieder ein neuer Rekord in Bezug auf die Einsatzzahlen aufgestellt: Im vergangenen Jahr gab es allerdings weniger Einsätze in der Gemeinde Seefeld und mehr in Wörthsee, wobei die meisten Vorfälle internistische Einsätze sowie Sport- und Haushaltsunfälle darstellten. Insgesamt 7.920 Stunden sorgte der HvO als Unterstützung des regulären Rettungsdienstes für die schnelle Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in den umliegenden Gemeinden. In einem Drittel der Einsätze war der HvO dabei mehr als 10 Minuten vor dem Rettungsdienst vor Ort. 

In der Jugendarbeit kümmerten sich die beiden Jugendleiter in 36 Gruppenstunden, während eines Hollywoodwochenendes mit Filmdreh und einem Hüttenwochenende in Unterammergau um den späteren Nachwuchs der Bereitschaft Seefeld. Das Jahr beschloss die Jugendgruppe dabei mit einem Stand auf dem Seefelder Christkindlmarkt und einem Ausflug in die Therme Erding. Allein für ihre Jugendarbeit investierten die beiden Jugendleiter 439 Stunden ihrer Freizeit.

Alles in allem verbrachten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer 10.851 Stunden bei ihrem Dienst im Roten Kreuz, was bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde für das Jahr 2016 ein Gehalt von 92.333,50 Euro darstellen würde. Davon haben die Sanitäterinnen und Sanitäter der Bereitschaft Seefeld jedoch keinen einzigen Cent bekommen, denn ihre Arbeit ist rein ehrenamtlich und unentgeltlich im Sinne des Roten Kreuzes. Sie treten in ihrer Freizeit für das Wohlergehen ihrer Mitmenschen ein.

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